Sommer, Sonne, Schwindel? So bleibt der Körper im Gleichgewicht!

Heiße Tage, Hitzewellen und Elektrolyte!

Wenn die Temperaturen steigen, freuen sich die einen über sonnige Tage, während die anderen plötzlich unter Schwindel, Kreislaufproblemen oder Herzklopfen leiden. Gerade während Hitzewellen nimmt die Zahl der Menschen zu, die über Benommenheit, Müdigkeit oder Unsicherheit berichten. Ein Grund dafür ist der Verlust von Flüssigkeit und lebenswichtigen Elektrolyten. Schwitzen ist wichtig, kostet den Körper aber Mineralstoffe. Unser Körper reguliert seine Temperatur durch Schwitzen. Dabei verlieren wir jedoch nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Elektrolyte. Diese Mineralstoffe sorgen dafür, dass Muskeln, Nerven und das Herz zuverlässig arbeiten. Wer viel schwitzt, Sport treibt oder sich längere Zeit in der Hitze aufhält, verliert insbesondere:

  • Natrium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Calcium

Werden diese Verluste nicht ausgeglichen, können Beschwerden entstehen, die häufig zunächst unspezifisch erscheinen.

Natrium ist entscheidend für Blutdruck und Kreislauf. Es ist das wichtigste Elektrolyt außerhalb der Körperzellen. Es hilft dabei, Wasser im Körper zu halten und sorgt dafür, dass das Blutvolumen stabil bleibt. Geht durch starkes Schwitzen viel Natrium verloren, kann der Blutdruck absinken. Die Folge kann sein:

  • Schwindel beim Aufstehen
  • Benommenheit
  • Schwächegefühl
  • Konzentrationsprobleme
  • Kreislaufkollaps

Gerade Menschen mit niedrigem Blutdruck oder ältere Personen reagieren auf diesen Flüssigkeits- und Salzverlust oft besonders empfindlich.

Kalium ist der Taktgeber für Herz und Muskeln. Kalium arbeitet eng mit Natrium zusammen und spielt eine zentrale Rolle für die elektrische Erregungsleitung. Ein ausgewogener Kaliumspiegel ist wichtig für:

  • einen regelmäßigen Herzrhythmus
  • eine normale Muskelfunktion
  • die Funktion des Nervensystems

Ein Kaliummangel kann Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen und allgemeine Erschöpfung begünstigen. Auch das Gefühl von weichen Knien oder Unsicherheit beim Gehen kann dadurch verstärkt werden.

Magnesium ist mehr als nur ein Mittel gegen Muskelkrämpfe. Magnesium wird häufig mit Wadenkrämpfen in Verbindung gebracht. Tatsächlich erfüllt es jedoch weit mehr Aufgaben. Es unterstützt:

  • die Muskelentspannung
  • die Reizweiterleitung der Nerven
  • die Energieproduktion
  • einen stabilen Herzrhythmus
  • erfüllt viele Immunfunktionen

Ein Magnesiummangel kann sich unter anderem durch Muskelzucken, Verspannungen, Herzstolpern, innere Unruhe oder Schwindel bemerkbar machen. Besonders bei starkem Schwitzen oder intensiver körperlicher Aktivität steigt der Magnesiumbedarf.

Calcium ist unverzichtbar für Muskeln und Nervensystem. Calcium ist nicht nur für stabile Knochen wichtig. Es spielt außerdem eine entscheidende Rolle bei:

  • der Muskelkontraktion
  • der Signalübertragung zwischen Nervenzellen
  • der Blutgerinnung
  • der Herzfunktion

Sinkt der Calciumspiegel deutlich ab, können Muskelkrämpfe, Kribbelgefühle oder Störungen der Muskelsteuerung auftreten.

Warum Elektrolyte auch bei Schwindel eine Rolle spielen: Viele Menschen denken bei Schwindel zunächst an das Gleichgewichtsorgan. Tatsächlich kann aber auch ein gestörter Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt Schwindel auslösen oder bestehende Beschwerden verstärken.

Mögliche Mechanismen sind:

  • Blutdruckabfall durch Flüssigkeits- und Natriumverlust
  • verminderte Durchblutung des Gehirns
  • gestörte Nervenleitung
  • eingeschränkte Muskelkoordination
  • Veränderungen der Herzfrequenz

Was hilft an heißen Tagen? 

ein paar einfache Massnahmen können helfen, den Kreislauf zu stabilisieren:

  • ausreichend trinken, am besten ungesüßt und regelmäßig über den Tag verteilt
  • evtl. auch Elektrolyte zuführen, sprich da aber mit deinem Arzt darüber und supplementiere nicht ins Blaue hinein
  • kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen oder einen kalten Waschlappen in Nacken oder auf das Gesicht legen
  • Kein Sport oder Anstrengung in der Mittagshitze oder bei hoher Feinstaubbelastung

Wann sollte man ärztlichen Rat einholen? Anhaltender Schwindel, Herzrasen, Brustschmerzen, Ohnmachtsanfälle oder starke Kreislaufprobleme sollten immer medizinisch abgeklärt werden. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder solche, die entwässernde Medikamente einnehmen, sollten während Hitzewellen besonders auf ihren Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt achten und individuelle Empfehlungen mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen.

Hitze bedeutet für unseren Körper Schwerstarbeit. Ein Körper, der eine gute Mineralstoff- und Vitalstoffversorgung aufweist, kann sich besser regulieren und somit an Veränderungen schneller anpassen. Schwindel, Kreislaufbeschwerden und Erschöpfung können so reduziert werden.

Bleib gut versorgt und pass auf dich auf!

Wenn du regelmäßig von mir lesen möchtest, dann abonniere doch meinen monatlichen Newsletter: “Tipps und Tricks für ein Leben im Gleichgewicht”: Anmeldung zum Newsletter

Oder buche einen Termin, hier: Home