Schwindel kann viele Gesichter haben, vielleicht fühlst du dich manchmal wie auf einem schwankenden Schiff, verlierst die Orientierung oder hast Schwierigkeiten beim Gehen. Deine Augenbewegungen spielen hierbei eine zentrale Rolle, denn sie sind eng mit deinem Gleichgewichtssystem verbunden. Und genau hier setzen wir an!
Deine Augen, dein Navigationssystem:
Wenn du den Kopf drehst, reagieren deine Augen blitzschnell, um den Blick zu stabilisieren. Das passiert über den Vestibulo-Okulären Reflex (VOR). Er sorgt dafür, dass du auch bei Bewegung klar sehen kannst. Gerät dieser Reflex aus dem Takt, kann es zu Schwindel oder Unsicherheit beim Gehen kommen. Viele Menschen merken gar nicht, dass ihre Augen nicht mehr präzise gesteuert sind, bis es gezielte Tests zeigen.
Hier kommt das neurozentrierte Training mit ins Spiel. Es setzt nicht am Symptom an, sondern dort, wo alle Informationen zusammenlaufen, in den neuronalen Strukturen im Gehirn.
Mit gezielten Reizen und Übungen wird die Zusammenarbeit zwischen Augen, Gleichgewichtssystem und Körperwahrnehmung gefördert. Dein Gehirn lernt, Signale neu zu verarbeiten und kann dadurch mehr Sicherheit, Orientierung und Stabilität bieten.
Du trainierst nicht hart, sondern gezielt:
- Blickstabilität (VOR)
- Sakkaden (Blickspünge)
- Akkomodation (Anpassung an Nah/Fern)
- kombinierst Blickfixation und Gleichgewicht
Das Gleichgewicht entsteht im Zusammenspiel dreier Systeme:
- Vestibulären System (Gleichgewichtsorgan im Innenohr)
- Visuelles System (die Augen und deren Bewegungen)
- Somatosensorisches System (Körperwahrnehmung und Tiefensensibilität)
Wenn eines dieser Systeme aus dem Gleichgewicht kommt, versucht dein Gehirn zu kompensieren, das geschieht mit großem Energieaufwand. Es kann zu Schwindel, Erschöpfung oder Unsicherheit führen.
Durch neurozentriertes Training und vestibuläres Rehatraining (Übungen gegen Schwindel) kannst du dein System gezielt aktivieren und lernen sich wieder sicherer im Raum zu bewegen.
Starte mit kleinen Übungen: Stell dich hin, in einen Stand, in dem du dich sicher fühlst und fixiere einen Punkt vor dir. Bewege den Kopf nach rechts und links, während dein Blick auf dem Punkt bleibt, beobachte wie stabil du stehst und wie stabil auch dein Blickziel bleibt. Je nachdem, wie sicher und stabil du bist, kannst du die Übung schneller oder langsamer machen.
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In einem geschützten Rahmen finden wir heraus, welche Übungen zu dir, deinem Alltag un deinem Tempo passen.
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