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Hallo Abonnent,

"Ich weiß nichts mit Gewissheit, aber der Anblick der Sterne lässt mich träumen."
(Vincent van Gogh)

Kennst du dieses Gefühl? Es ist ein lauer Sommerabend. Die Luft wird angenehm kühl.Die Geräusche des Tages werden leiser und über dir spannt sich ein unendlich weiter Himmel. Du legst den Kopf in den Nacken und suchst nach Sternschnuppen. Plötzlich scheint die Zeit langsamer zu werden und du spürst die Magie des Moments.
Wenn wir in die Ferne blicken, verändert sich nicht nur unsere Perspektive, auch unser Nervensystem reagiert darauf. Der weite offene Blick signalisiert unserem Gehirn, dass wir uns in einer sicheren Umgebung befinden. Unsere Augen müssen sich nicht mehr auf Details oder Bildschirme konzentrieren, stattdessen dürfen sie schweifen.
Mit jedem ruhigen Atemzug kann der Parasympathikus aktiver werden, der Teil unseres Nervensystems, der für Erholung, Regeneration und innere Ruhe zuständig ist. Die Gedanken werden leiser, der Körper fühlt sich leichter an, das Gedankenkarussell dreht sich langsamer.
Und dann geschieht noch etwas, das mich immer wieder staunen lässt. Wenn wir den Sternenhimmel betrachten, sehen wir die Sterne nicht so, wie sie genau in diesem Moment sind. Ihr Licht braucht unterschiedlich lang, bis es die Erde erreicht. Manche Lichtstrahlen waren nur wenige Jahre unterwegs, andere viele Tausend oder gar Millionen Jahre. Das bedeutet, wir blicken in die Vergangenheit. Jeder Stern erzählt uns eine Geschichte aus einer anderen Zeit. Das Licht, das heute unsere Augen erreicht, zeigt uns den Himmel, wie er einst war. Ist das nicht faszinierend?
Vielleicht hilft uns diese Vorstellung, den eigenen Alltag wieder etwas gelassener zu betrachten. Die Sorgen verlieren für einen Moment an Größe. Wir spüren, dass wir Teil von etwas viel Größerem sind. Gerade jetzt in den Sommernächten lohnt es sich, den Himmel zu beobachten.
Um den 12.08. erreichen die Perseiden, eine der schönsten Sternschnuppenströme des Jahres, ihren Höhepunkt. In klaren Nächten können zahlreiche Sternschnuppen zu sehen sein.
Manchmal braucht es nur einen weiten Himmel und einen ruhigen Atem, um zu staunen. Vielleicht geniesst du im nächsten Monat ganz bewusst Zeit, um in die Ferne zu sehen, Weite wahrzunehmen, die Welt bzw. die Wolken vorbeiziehen zu lassen, oder Sternschnuppen zu zählen, um viele Wünsche zu formulieren.
Ich wünsche dir viele Augenblicke voller Weite, Staunen und innerer Balance.


        Übung des Monats

        Der Optische Flow:
        Wenn du das nächsten Mal spazieren gehst, weite deinen Blick, fokussiere nichts und lass die Umgebung an dir vorbeiziehen. Registriere gleichzeitig Gebäude, Bäume, Farben und Formen am Rand deines Blickfeldes (periphere Wahrnehmung), ohne sie direkt anzusehen. Während du dich fortbewegst, entsteht etwas, das in der Neurowissenschaft "Optischer Fluss" (optic flow) genannt wird.
        Diese Bewegung liefert unserem Gehirn wichtige Informationen: Ich bewege mich sicher durch meine Umgebung. Dieser selbstgenerierte optische Fluss wirkt beruhigend auf unser Nervensystem. Unter anderem zeigt es sich, dass die Aktivität in der Amygdala, einem Hirnareal, das an der Verarbeitung von Angst und Stress beteiligt ist, abnehmen kann.
        Auch für unser Gleichgewicht ist dieser Optische Flow ebenfalls von Bedeutung. Das periphere Sehen hilft unserem Gehirn dabei, Bewegung, Orientierung und Stabilität einzuschätzen.
        Vielleicht verbindet du deinen nächsten Abendspaziergang mit dieser Übung. Gehe langsam, atme ruhig und lass deinen Blick weit werden. Du musst nichts erreichen, nur wahrnehmen und mit offenen Augen durch die Welt gehen.


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                  Hier findest du die aktuellen Blogbeiträge:

                  Lymphsystem und Immunsystem

                  Das lymphatische System ist eng mit unserem Immunsystem verbunden. Lymphknoten sind wichtige Orte der Immunüberwachung. Dort werden Informationen aus dem Gewebe gesammelt und Immunreaktionen koordiniert. Auch der Darm spielt dabei eine große Rolle. Ein großer Anteil unseres lymphatischen Gewebes befindet sich im Zusammenhang mit dem Verdauungstrakt. Das macht deutlich: Lymphe, Immunsystem, Darm, Nervensystem und Stoffwechsel arbeiten eng miteinander. Der Körper denkt …

                  Lymphe in Bewegung, ein System für Regulation!

                  Das lymphatische und glymphatische System, die unterschätzten Reinigungssyteme unseres Körpers. Wir denken an Muskeln, Gelenke, Nerven, Organe und Blutgefäße, doch das lymphatische System dagegen steht bei vielen Menschen kaum auf dem Radar. Obwohl es täglich dafür sorgt, dass Flüssigkeit aus dem Gewebe abtransportiert wird, Immunzellen ihren Weg finden und Stoffwechselprodukte aus dem Gewebe weitergeleitet werden. Noch weniger bekannt ist das …

                  Schlaf ist mehr als Erholung!

                  Warum guter Schlaf für dein Nervensystem  und Gleichgewicht so wichtig ist. Wir verbringen ungefähr ein Drittel unseres Lebens mit Schlaf. Und trotzdem. wird Schlaf häufig als etwas betrachtet, das einfach "nebenbei" passiert. Dabei ist Schlaf eine der wichtigsten Regenerationsphasen des Körpers. Während wir schlafen, arbeitet unser Gehirn keineswegs weniger. Es wechselt vielmehr in anderen Funktionszustand. Informationen werden verarbeitet und sortiert, …
                  Wenn du mehr erfahren oder einen Termin bei mir buchen möchtest, dann sende mir gern eine Email:
                  Danke fürs Lesen. Bis bald!
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